Jean Gabin
Geboren am 17.05.1904 in Paris
Gestorben am 15.11.1976 Neuilly-Sur-Seine

 

Jean Gabin, mit bürgerlichem Namen Jean-Alexis Moncorgé, begann seine Karriere im Varieté in den Folies-Bergère und im Moulin Rouge. Seit 1930 drehte er Filme. Seine Rollen zeigten meistens einen Charakter von großer Robustheit, der durch eine schroffe Art,  seine sensiblen Seiten zu verbergen suchte. Oft spielte er auch den sympathischen Außenseiter im Stil des "poetischen Realismus". Seine Leinwandpräsenz war überragend, was ihn in den 30er Jahren zum beliebtesten und bestbezahlten Stars des französischen Kinos machte. Gabin arbeitete mit den besten französischen Regisseuren zusammen  wie Duvivier, Marcel Carné, Jean Renoir und Claude Autant-Lara. Nach einem kurzen und erfolglosen Intermezzo in Hollywood trat Gabin bei Beginn des Krieges der Marine bei und erwarb hohe Auszeichnungen. Nach 1946 konnte er eine zeitlang nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen - den ihm angebotenen Filmrollen mangelte es an Qualität. Das änderte sich aber wieder mit dem Filmerfolg  "Wenn es Nacht wird in Paris" (1954).

Einige seiner wichtigsten Filme:
"Marie Chapdelaine" (1934)
"Golgatha" (1935)
"Pépé le Moko - Im Dunkel von Algier" (1937)
"Die große Illusion" (1937)
"Hafel im Nebel" (1938)
"Der Tag bricht an" (1939)
"Wenn es Nacht wird in Paris" (1954)
"Mit den Waffen einer Frau" (1958)
"Im Kittchen ist kein Zimmer frei" (1959)
"Flegelalter" (1964)
"Die Affäre Domenici" (1973)

Gabin spielt auch in reinen Unterhaltungsfilmen mit  wie seine zahlreichen Darstellungen von Simenons Inspektor Maigret beweisen. 1963 gründete er zusammen mit seinem Schauspielerkollegen Fernandel die Gafer - eine Produktionsgesellschaft.