Marlene Dietrich
(eigentlich: Marie Magdalene Dietrich)
Geboren am 27.12.1901 in Berlin
Gestorben am 06.05.1992 in Paris

 

Marlene Dietrich begann vermutlich 1922 ihre Filmkarriere. Sie selbst machte darüber jedoch keine Aussagen bzw. bestritt sogar in einigen Filmen, in denen man sie zu erkennen glaubte, mitgewirkt zu haben. Josef von Sternberg schließlich besetzte die Schauspielerin neben Emil Jannings in der Heinrich Mann-Verfilmung "Der blaue Engel". Mit einem Schlag wurde Marlene Dietrich durch die Rolle der feschen Lola berühmt. Sternberg nahm seinen Schützling mit nach Hollywood, änderte drastisch ihr Aussehen und machte sie zu einer mystischen, glamourösen Liebesgöttin. Sternbergs und Dietrichs Filme wurden von der Kritik der damaligen Zeit stark angegriffen. Erst später fanden sie Anerkennung. Marlene Dietrich versuchte aber auch dem Image der entrückten Diva zu entkommen und spielte andere Rollen wie in "Engel" und "Sehnsucht" unter der Regie von Ernst Lubitsch, in denen sie ihr übriges Talent unter Beweis stellen konnte. 

Ihre wichtigsten Filme:
"So sind die Männer" (1922)
"Der blaue Engel" (1930)
"Marokko" (1930)
"Entehrt" (1931)
"Shanghai Express" (1932)
"Blonde Venus" (1932)
"Die scharlachrote Kaiserin" (1934)
"Der Teufel ist eine Frau" (1935)
"Sehnsucht" (1936)
"Engel" (1937)
"Der große Bluff" (1939)
´Martin Roumagnac" (1946)
"Eine auswärtige Affäre" (1948)
"Die rote Lola" (1950)
"Engel der Gejagten" (1952)
"In achtzig Tagen um die Welt" (1956)
"Zeugin der Anklage" (1958)
"Im Zeichen des Bösen" (1958)
"Das Urteil von Nürnberg" (1961)

Während des Krieges trat die entschiedene Nazi-Gegnerin bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und bei der amerikanischen Truppenbetreuung auf. In den 50er Jahren startete sie eine sehr erfolgreiche Gesangskarriere. 1979 zog sich Marlene Dietrich völlig aus dem öffentlichen Leben zurück und wohnte seitdem abgeschottet und vereinsamt in ihrer Pariser Wohnung. Zuletzt trug auch dieser radikale Rückzug zum "Mythos Marlene" bei.